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Alpines Modellfluglager Hahnenmoospass 2006

von Res Dauwalder
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Erste HLGs oder Nuris kreisen vor dem Morgenessen über dem «Bänkli», letzte Segler kreisen um 21.30 Uhr über dem «Bänkli», dazwischen schnelle Vorbeiflüge am «Schalmigrat», aber auch die eine oder andere «Absaufübung»: das ist Modellsegelfliegen pur während des 14. alpinen Modellfluglagers auf dem Hahnenmoospass für Jugendliche.

Sollte bei den stabilen meteorologischen Verhältnissen eine Flaute herrschen, so werden spontan Flugaufgaben gestellt: ein Taschentuch am Boden, und schon werden die Modelle in die Luft geschleudert und das Ziel am Boden möglichst genau anvisiert. Oder: die jungen Piloten versuchen dem Kollegen in die Hände zu landen – das Ganze immer wieder, mit Ausdauer und Begeisterung!

Auch wenn EPP oder Styropor sowie ARF-Modelle im ersten Augenblick den Modellbau in den Hintergrund verdrängt zu haben scheinen, so werden der Rat und das modellbauerische Können der Leiter und Hilfsleiter spätestens nach dem ersten Crash sehr gefragt, sollte das beschädigte Modell doch noch während der ganzen Woche eingesetzt werden können ...! Damit dieses Ziel erreicht werden kann, ist der Bauraum nicht selten noch nach Mitternacht hell beleuchtet ...! Zudem scheint das Verlangen, ein eigenes Fluggerät zum Fliegen zu bringen, noch nicht erloschen: zahlreiche Balsagleiter verschiedenster Form bewegen sich bereits am Samstagabend im Luftraum rund um die Unterkunft auf dem Hahnenmoospass; die Aerodynamik lässt zu Beginn der Woche beim einen oder anderen Flugobjekt noch etwas zu wünschen übrig ...!

Auch wenn das Modellsegelfliegen im Zentrum stand, so bleiben sicher noch viele wertvolle, kaum beschreibbare Eindrücke in Erinnerung: ein Temperatursturz von fast 10° in einer knappen halben Stunde während eines Gewitters oder der Adler, der sich durch die ca. 20 Modellflugpiloten auf dem Schalmigrat nicht beirren lässt und einen eindrucklichen Vorbeiflug in knapp 10 m Höhe (unglaublich!) «zum Besten» gab, oder die filigrane Flügelkonstruktion, die sich gegen den Abendhimmel während des ruhigen und erholsamen Segelflugs abzeichnet – es gäbe noch zahlreiche schöne Augenblicke zu beschreiben, um dem Lager gerecht zu werden!

Damit der Modellsegelflug und die wunderschöne Umgebung während einer ganzen Woche im Zentrum stehen können, muss diese zusammengewürfelte Truppe (24 Jugendliche) mit viel «Gspüri» geführt werden: Zita und Augustin, Friedrich, Marcel, Martin, Ruedi und


Heinz leiten das Lager zusammen mit den HilfsleiterInnen so, dass der Spass im Zentrum steht, aber ab und zu auch etwas gefordert wird – nicht nur im Bereich Modellflug ...! Das ganze Lager ist einzigartig! Dem ganzen LeiterInnen-Team gebührt ein grosses Lob! Vielen Dank für euren grossen Einsatz!!!

Ich formuliere dieses Lob nicht nur, weil unsere Familie vom Lager profitieren konnte (unser Sohn Florian durfte am Lager teilnehmen): Ich bin überzeugt, dass diese Art von Modellfluganlass äusserst wichtig ist: Eine vielseitige und in vielerlei Hinsicht wertvolle Freizeitbeschäftigung erhält durch gemeinsame Erlebnisse in einer wunderschö-



nen Umgebung einen bleibenenden Wert! Ich hoffe sehr, dass das Jugendlager trotz der sich abzeichnenden räumlichen Veränderungen auf dem Hahnenmoospass auch in Zukunft durchgeführt werden kann; ich bin überzeugt, dass sich dies auch für den Hotelbetrieb lohnen dürfte: Viele der Jugendlichen (und Eltern ...!) werden

wiederkommen, nicht zuletzt, weil sie spüren, auf dem Hahnenmoospass willkommen zu sein ...!

*Text: Res Dauwalder,
MG Münchenbuchsee*

*Bilder: Ruedi Steinle, Alpine
Modellfluggruppe*




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