Geschichte

Die Jak 55 als Modell im Massstab 1:4

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Da in letzter Zeit laufend neue und vor allem stärkere Triebwerke für Modellflugzeuge auf dem Markt erschienen, war vor auszusehen, dass diese Tatsache auch auf den Scale-Modellbau abfärben würde. Der Massstab 1:4 oder grösser (Quarter-Scale) findet unter den Modellfliegern immer mehr Anhänger. Auch bei mir selbst muss ich seit einiger Zeit feststellen, dass ich beim Betrachten einer Mehrseitenansicht irgendeines Flugzeuges sofort die Spannweite durch 4 dividiere, um die Frage beantworten zu können: «Wie gross wird das Ding?» So geschah es auch kurz vor Weihnachten 1982, als mir eine eher dürftige Dreiseitenansicht der Jak 55 in die Hände fiel.

Die Jak 55 ist das neueste Modell der Russen, ausschliesslich konstruiert für den Kunstflug und im letzten Jahr erstmals an den Weltmeisterschaften eingesetzt. Bei einer Spannweite von 8,20 m und einer Gesamtlänge von 7,48 m ergibt das für das Modell im Massstab 1:4 eine Spannweite von 2,05 m und eine Länge von 1,87 m. Da ich die Proportionen der Flächen sowie die Hebelarme – und auch die gradlinig verlaufenden Konturen – dieses Flugzeuges als für ein Okro-Modell als geradezu ideal erachte, konnte ich es mir nicht verkneifen, sofort eine Handskizze im Massstab 1:40 anzufertigen. Am Abend darauf, es war ein Donnerstag und somit der obligate wöchentliche Hock unter den Mitgliedern der Simprop-Staffel, warf ich dann den Wisch als Köder auf den Stammtisch, und siehe da, der Köder wurde geschnappt.

Während ich mich an einem gemütlichen Jass beteiligte, hörte ich vom Stammtisch her so beiläufig Stichworte wie: «Flächen und Rumpf Styropor, Motorhaube Glasfaser, Webra-Bully-Profil, natürlich symmetrisch, sieht eigentlich aus wie ein Jauche-

fass, gleich drei Stück für Staffelflug.» Ich liess der Sache ihren Lauf und stellte mich desinteressiert und war dann doch nicht überrascht, als nach kurzer Zeit bereits drei Rumpfe im Rohbau dastanden. Inzwischen haben Hans Blank, Beat Gohl und Barny Lüscher ihre Jak vollendet und eingeflogen, und alle sind sich einig: «Das Ding fliegt phantastisch!»

Eigentlich wollte ich im Anschluss an diesen Bericht eine detaillierte Baubeschreibung unserer Jak 55 anhängen; aber da ich soeben vernehme, dass in Bälde ein Baukasten von Bauer von diesem Typ auf den Markt kommt, erübrigt sich das.




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