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Der Modellflugveteran

von Hansueli Beer
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Nach meiner Pensionierung wendetet ich mich der Sparte «Slow-Flyer» zu. Wenn im Lebensalter 70 Jahre überschritten sind, beim Basteln die Hände zu zittern beginnen, der Arbeitsplatz besseres Licht braucht, kleine Schraubchen wegfliegen und nicht mehr gefunden werden ...

Wenn die Freude am Fliegen aber nicht nachlässt, der Flugplatz fern liegt, längeres Ste-
hen und Nach-oben-Schauen mühsam werden, spätestens jetzt sollte eine Veränderung stattfinden. Meine Vorlieben waren schon immer Eigenbau-Flugmodelle (klein und leicht). Authentische Fluggeschwindigkeiten sind so gut zu erreichen. Schwachwindige Wetterlagen vorausgesetzt. Mein Pflichtenheft: Antrieb E-Motor – Starten und Landen ab Terrasse oder Vorgarten. Nach

Durchforsten meines Bauplanarchivs fiel mir der Plan vom Pilatus PC-6 Turbo Porter in die Hände. Spannweite 80 cm, Steuerung über Querruder. Mein Entschluss stand fest: gleiche Spannweite, aber ohne Querruder, Baumaterial «Depalon». Guter Zugang zur Elektronik – grosse Räder (Bodenstart) – offene Türen – keine Oberbeplankung. Mit der Bezeichnung «Experimental» lässt

sich diese Abart rechtfertigen. Nach Fertigstellung meines PC-6 war ich überrascht, welch ansprechendes Resultat vor mir stand.

Den Jungfernflug und einen zweiten Testflug hat das Fliegerchen bereits absolviert und in mir ein Gefühl von Freude erweckt. Ich bin stolz, den selbst gebauten kleinen PC-6 mit 78 Jahren noch selbst fliegen und steuern zu können.



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