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25 Jahre Berner Elektro-Cup

von Res Dauwalder
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Zugegeben: Es handelt sich nicht um ein Jubiläum, welches «Wellen schlägt». Aber: Während der 25-jährigen Geschichte des Berner Plausch-Elektro-Cups hat der Elektroflug einen beeindruckenden Wandel durchgemacht; dies war für mich der Ansporn, diese Geschichte kurz wiederzugeben – so vieles geht sehr schnell vergessen...!


Die drei Modellfluggruppen Rohrbach, Burgdorf und Münchenbuchsee wollten mit diesem Wettbewerb einen Anlass realisieren, bei welchem neben der fliegerischen Leistung vor allem auch der Gedankenaustausch eine grosse Rolle spielen sollte. Der Anlass fand erstmals 1993 statt.

Flugaufgabe MG Rohrbach: zwei Flüge à 5 Minuten mit anschliessender Ziellandung.

Flugaufgabe MG Münchenbuchsee: 4 Flüge à 4 Minuten mit anschliessender Ziellandung.

Flugaufgabe MG Burgdorf: 6 Flüge à 5 Minuten mit anschliessender Ziellandung.

Die Flugaufgaben wurden im Laufe der Zeit nur geringfügig den neuen Möglichkeiten angepasst.

In Berichten eines Wettbewerbssteilnehmers in der Vereinschronik der MG Münchenbuchsee von 1993 steht zu den drei Wettbewerbsaufgaben:



«Der Wettbewerb in Rohrbach fand unter besten Bedingungen statt; die Flugaufgabe konnte gut erfüllt werden.»

«Die vier Flüge à 4 Minuten brachten an diesem thermiklosen Tag die Akkus an ihre Leistungsgrenzen.» «Sechs Flüge à 5 Minuten, das war etwas für die Thermikspezialisten; Motoren, Akkus und die Nerven der Piloten wurden arg strapaziert.»

Die zwei besseren Resultate der drei Wettbewerbe wurden jeweils in einer Gesamtrang-



liste zusammengefasst. Wichtiger als die Gesamtrangliste war jedoch eine Liste aller Teilnehmer, auf welcher jeweils die «technischen Geheimnisse» preisgegeben wurden. Im nächsten Jahr wollte man ja dann wenn möglich mithalten können, so gut es die finanziellen Möglichkeiten zuliessen. Die grossen technischen Fortschritte führten dazu, dass die Flugzeiten immer häufiger erreicht wurden; das genaue Landen auf Zeit rückte in den Mittelpunkt. Im Gegensatz zu



bekannten traditionellen Ziel-landekonkurrenzen mit 3 bis 4 Landungen pro Wettbewerbstag kann es beim E-Cup bis zu 12 Landungen geben; der Trainingseffekt unter lockeren Wettbewerbsbedingungen ist entsprechend gross.

Der Berner Plausch-Elektro-Cup zeigt mir rückblickend, welche Epoche der Modellfluggeschichte ich aktiv erleben durfte: Lipo-Akkus und immer besser werdende Brushless-E-Motoren liessen im Modellflug Träume wahr werden.

Auch wenn die Zeit der grossen technischen Sprünge auf



unserem Niveau vermutlich vorbei ist, schätze ich den Anlass als Treffpunkt von langjährigen Kollegen. Zudem ist es immer wieder eine Freude, wenn jüngere ModellfliegerInnen erste Schritte in der Wettbewerbsfliegerei machen können, und dies mit vertretbarem finanziellem und zeitlichem Aufwand bei gleichzeitig realistischen Erfolgschancen!

Auch wenn die Teilnehmerzahlen zurückgehen, hoffe ich, dass der Berner E-Cup als Einsteiger- und Plauschwettbewerb weiterhin durchgeführt werden kann.



*Text: Res Dauwalder,
MG Münchenbuchsee*

*Bilder: diverse Teilnehmer und
Chronik MG Münchenbuchsee*




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