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MPX Dogfighter

von F. Andres
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Die Bilder lassen wohl kaum vermuten, dass es sich bei diesem Flieger um den kleinen Dogfighter von Multiplex handelt.


Gesucht Arbeit

Einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul, eine bunte Schachtel Styro oder sonst so ein Por, 2 grosse Rollen Klebebilder und eine Gebrauchsanweisung in allen Sprachen. Doch beim näheren Hinschauen stelle ich fest, dass da ein Motor, zwei Querruderservos und ein Höhenruderservo bereits eingebaut sind. Wauw, da gibts ja nichts mehr zu tun! Wenn schon keine Arbeit ansteht, dann suchen wir uns halt welche.


Wie Pommes und Schlagrahm

Styropor und Klebebilder – das kommt mir vor wie Pommes mit Schlagrahm, das klebe ich bestimmt nicht einfach so auf den Flieger. Die Silhouette des Modells erinnert mich an die Spitfire MK18, eine Weiterentwicklung der legendären Spitfire, welche in den Jahren 1946 bis 1948 nach dem 2. Weltkrieg hergestellt wurde. Der Ellipsenflügel wurde damals modifiziert und das Cockpit auf dem Rumpf aufgesetzt. Also ein Jagdflieger, und der soll dann auch wie ein solcher aussehen. Mit zwei Spraydosen aus der Migros, schwarz und weissaluminium, einem Filzschreiber sieht das Ganze dann schon besser aus. Weiss brauchts nicht, denn das ist die Farbe des Styropors. Die D-Day-Streifen verleihen dem Flieger auch eine wesentlich bessere Sichtbarkeit am Himmel, und als das Ganze fertiggestellt war, habe ich mit meinem Airbrush-Pistöleli den 1600 PS starken V12-Zylinder mit zusätzlichem Auspuffrauch verziert. Mit den ausgeschnittenen Hoheitszeichen und einer leichten Brise Klarlack aus der Spraydose habe ich den Flieger fertiggestellt, und ich denke, das Resultat kann sich sehen lassen.


Die Waage, mit einer 3-S Lipo 2200 A, zeigt 785 g, ein Supergewicht für diese Grösse

Vonseiten der Konstruktion gibt es kaum etwas zu verbessern. Die Option für den zusätzlichen Einbau einer Seitenruderanlenkung kann ich bestens empfehlen. Allerdings sollte nach dem Ausschneiden des Styrokeils im unteren Bereich des Seitenruders ein Ruderscharnier eingeklebt werden. Damit wird die Stabilität der Befestigung des Seitenruderblattes verbessert. Im Bereich der Kabinenhaube habe ich bei den Fingerausschnitten jeweils ein dünnes Sperrholzplättli geklebt, dazu wurde das Styropor leicht ausgeschnitten. Der Zweck dieser Fünfminuten-Arbeit diente ganz einfach dem Schutz vor dem Eindrücken der Kabine in diesem Bereich.


Fliegt super

Das grosse Zittern war schnell vorbei. Mit den in der Bauanleitung empfohlenen Ausschlägen habe ich den Erstflug gewagt. Dabei habe ich unter fachmännischer Dogfighter-Beratung von Männi Kistler gleich alle möglichen Manöver ausprobiert und nach der Landung die entsprechenden Ruder-einstellungen angepasst. Mit kurzen Worten: Der Flieger fliegt super!! Mit dem Einsatz des Seitenruders lässt sich der Flieger recht gut im Messerflug steuern, auch kann er mit den entsprechenden Seitenruder-Korrekturen sauber auf Kurs gehalten werden. Ob langsam oder Speedflug, das Modell lässt sich gut kontrollieren und ist auch im Landeanflug sehr gut zu beherrschen. Motor, Propeller, alles aus der Schachtel passt absolut. Ein ausgewogenes Konzept mit viel Spasspotenzial. Ich denke, dass sich der Flieger auch im Dogfighting bewähren wird. Ich wünsche euch viel Spass beim Fighthen.




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