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SB 14 – ein Segelflugzeug, mit dem man überall hinfliegen kann

von Robert Slooves
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Nach mehreren Modellsegelflugzeugen mit einer Spannweite von 3 bis 4 Metern suchte ich nach einem größeren Modell für den Flachlandflug, das aber dennoch leicht genug sein sollte, um es am Hang alleine zu starten. Das Modell des SB 14 der Akaflieg Braunschweig im Maßstab 1:3,5 (Spannweite 5,14 m) wurde bereits ausführlich in „Aufwind“ vorgestellt, doch fehlte eine Zusammenfassung dieses modernen Segelflugzeugs auf Französisch. Vom Original existiert nur ein einziger Prototyp (Spannweite 18 m und geschätzte Gleitzahl 50).


In der Schweiz fertigte Georges Staub einen ersten Modellprototyp des Segelflugzeugs an und entwickelte dabei ein modernes Profil, das schlanker ist als die üblichen HQ-Profile mit 13 % oder 15 % bei unseren Modellen. Das Profil HN-474 wurde gemeinsam mit einem Aerodynamiker überarbeitet, um die Wölbung auf 1,6 % zu verringern, wobei die Dicke von 11 % an der Flügelwurzel bis zu 9 % an der Flügelspitze beibehalten wurde.

Da sich dieser Prototyp als sehr vielseitig und leistungsstark erwies, hat Chocofly (ZH) in seine Produktion in der Tschechischen Republik investiert. Das Ergebnis ist großartig: Die Vollfaserflügel sind glatt und glänzend, mit RDS-Gelenken versehen, der Rumpf ist leicht und stabil. Der Bausatz meiner „Alpine“-Version mit gedämpftem Fahrwerk wiegt 4700 g, die „Light“-Version weniger als 4 kg!

Mein voll ausgestatteter Segler, mit Pilot und Modellcockpit, wiegt 5.730 g: sehr leicht für einen 5-Meter-Segler. Bemerkenswert: Es ist bereits mit dem Piloten ausbalanciert, ohne zusätzliches Blei, nur mit zwei LiFe-Akkus à 2.500 mAh! Durch den Einbau des abnehmbaren Motorträgers und seines 5S-Akkus kommen etwa 1 kg hinzu, sodass sich ein Fluggewicht von 6.800 g ergibt. Ein vergleichbares Gewicht erreicht man, wenn man die Carbon-Flügelstrebe durch die optionale Stahlstrebe ersetzt, die 1320 g hinzufügt, sodass man auf 7050 g kommt.

Ich fliege den SB 14 seit 2014 im Schleppflug, am Hang oder auch im Eigenstart.



mit seinem abnehmbaren Mast. Mit einem Gewicht von 5,7 kg eignet sich der Segler hervorragend für den Thermikflug. Es ist mir schon mehrmals passiert, dass ich eine Thermikblase erwischt habe, während ich im Rückenwind zur Landung ansetzte, sie mit einer Neigung von 45° ausnutzte und dann wieder an Höhe gewann. In der Spirale sollte man immer etwas Geschwindigkeit beibehalten, etwa 50 km/h laut GPS. Im Reiseflug liegt man bei etwa 70 km/h und kann das

Flugprofil glätten, um mit 130 km/h dahinzugleiten, ohne viel Höhe zu verlieren. Bei Vollsturzflügen sollte man vernünftig bleiben – es ist ein Leistungssegler, kein Fox. Mit dem Stahlschlüssel oder mit seinem Motorträger (abnehmbar, aber nicht einziehbar) sorgt das Gewicht von 7 kg dafür, dass das Segelflugzeug bei stärkerem Wind oder in Turbulenzen sehr stabil bleibt.

Ein Motor in der Nase (FES) ist ebenfalls eine Option.

Der Umbau des SB 14 vom reinen Segelflugzeug zum eigenständigen Motorsegler dauert nur 5 Minuten: sehr praktisch, wenn das Schleppflugzeug ausfällt oder die Bedingungen am Hang ungewiss sind. Zu Beginn muss man mehrmals üben, allein in Richtung der Startbahn abzuheben, indem man das Höhenruder auf



Der SB 14 lässt sich leicht montieren, sobald die „Crocos“-Mischung richtig eingestellt ist.



Bei einem reinen Segelflugzeug reicht ein Pilot im richtigen Maßstab (1:3,5) für die Trimmung aus, die somit ohne Bleigewichte erfolgt. Für seine natürliche Position habe ich eine tiefere Sitzschale angefertigt.

Optional können alle Servos bereits vormontiert werden, sodass nur noch der Empfänger und eine doppelte LiFe-Stromversorgung eingebaut werden müssen. →

Vollgas und durch allmähliches Aufdrehen des Gashebels. Das Segelflugzeug steigt recht realistisch mit einem Anstellwinkel von 20° auf und erreicht schnell die richtige Höhe. Mit einem 5S1P-LiPo-Akku mit 5000 mAh sind 4 bis 5 Steigflüge möglich, was je nach Thermik für 1 bis 2 Stunden Flugzeit ausreicht.

Wenn man den Mast entfernt, kann man das Loch mit einer kleinen, zuvor geformten Abdeckung auf der Oberseite des Rumpfes verdecken, die mit einem Aufkleber im „Solarpanel“-Stil versehen ist, um wieder ein echtes Modellsegelflugzeug zu erhalten. Der SB 14 lässt sich leicht fliegen, sobald die Crocos-Mischung richtig eingestellt ist. (Für weitere Informationen stehe ich französischsprachigen Piloten gerne zur Verfügung)*.

Fazit: Ein Segelflugzeug, das zwar teurer als der Durchschnitt ist, aber so leistungsstark (die 6-Meter-Version von Daniel Aeberli hat bei GPS-Flügen mehrere Podiumsplätze erreicht) und angenehm zu fliegen, dass es mehrere andere Modelle ersetzt. ■

*Robert Slooves, GAM Genf*



Ebenfalls in wenigen Minuten lässt sich das reine Segelflugzeug mit seinem Federgewicht zusammenbauen: zum Schleppen oder zum eigenständigen Starten am Hang.

* (president@gamgeneve.ch)



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