Sport

RCS-Hang auf der Möntschelen Alp

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An Auffahrt fand der traditionelle Möntschelen-Cup statt, der auch als Schweizer Meisterschaft Hangflug gewertet wird. Bei freundlichem Wetter fand bei wenig Wind ein spannender Wettbewerb statt, der einige packende Duelle bot.

Alle Jahre wieder trifft sich eine doch recht ansehnliche Teilnehmerzahl auf der Möntschelen Alp oberhalb von Blumenstein bei Thun zum Möntschelen-Cup. Mit 35 Teilnehmern war es auch dieses Jahr eine der bestbesuchten Modellflug-Schweizer Meisterschaften. Dies spricht sehr für das Konzept des Wettbewerbes. Der Dreiecksflug am Hang ermöglicht dank der gruppenbezogenen Wertung auch bei wechselhaften Bedingungen einen fairen Wettbewerb. Zudem gelten für alle Teilnehmer die gleichen Anfangsbedingungen: Es werden keine Hochstartwinden, extra dünne Seile oder Ähnliches benötigt, alle starten mit der gleichen Ausgangshöhe.

Das Wetter war über den ganzen Tag etwas bewölkt, aber freundlich, es hatte kaum Wind. Mehr noch, teilweise kam der Wind ganz leicht von hinten. Allerdings waren es nur durch thermische Ablösungen bedingte Windströmungen, und man konnte sehr wohl fliegen, doch der richtige Startzeitpunkt innerhalb einer Gruppe war öfter entscheidend.

Ein weiterer Schlüssel zum Erfolg war ein möglichst knapper und präziser Flugkurs, um bei den schwachen Bedingungen möglichst viele Schenkel zu fliegen.

Stefan Böhlen trumpfte im zweiten Durchgang auf, er nutzte eine kleine Thermikblase, um Höhe zu machen, und flog dann 35 Strecken, die Bestleistung an dieser SM. Im letzten Durchgang gab es eine besondere Paarung: Paul und Andreas


Rangliste
1.Andreas Böhlen3000
2.Reto Fiolka2880
3.Paul Böhlen2800
4.Oetiker Konrad2784
5.Ranner Markus2784
6.Däppen Sacha2739
7.Obrist Daniel2700
8.Böhlen Stefan2673
9.Röthlisberger Peter2667
10.Steck René2540

(35 Teilnehmer)


Böhlen flogen in derselben Gruppe. Paul flog sehr sauber, schnitt aber zweimal an der C-Wende.



Der Flug von Andreas war einer der perfektesten Flüge, die ich in meiner Karriere bis jetzt gesehen habe. Die Wenden waren gerade fertig geflogen, wenn das Signal kam, es war kein Überdrehen nach einer Wende sichtbar und alles war geflogen entlang eines Dreiecks wie mit dem Lineal gezogen! Damit liess er seinem Vater keine Chance und es war auch klar, wer Schweizer Meister werden würde. Am Schluss gewann Andreas Böhlen mit deutlichem Abstand vor Reto Fiolka und Paul Böhlen. Ich möchte an dieser Stelle den Organisatoren und den zahlreichen Helfern für die Durchführung des Möntschelen-Cups ganz herzlich danken.

Reto Fiolka



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